News

Pl Verein Sp Tore Pkt  
1 Hoffenheim 2 4 6  
  1. FCK 2 4 6  
3 Mainz 05 2 3 6  
4 HSV 2 3 6  
5 Hannover 2 2 6  
6 Bayer 04 1 2 3  
7 St. Pauli 2 1 3  
8 Werder 2 -1 3  
9 Freiburg 2 -1 3  
10 FC Bayern 2 -1 3  
11 M'gladbach 1 0 1  
12 Nürnberg 2 -1 1  
13 Wolfsburg 2 -2 0  
14 Schalke 04 2 -2 0  
15 Dortmund 1 -2 0  
  Stuttgart 1 -2 0  
17 Eintracht 2 -3 0  
18 1. FC Köln 2 -4 0

Auswärtsfahrt nach London – 21.11.2006

 

Es war der Tag der Gruppenauslosung für die Champions League, der Vormittag verging überhaupt nicht! Endlich 12 Uhr die Auslosung begann! Im Vorwege hat man mit Freunden schon geträumt und geplant, einmal auswärts nach Mailand, Madrid oder irgendwo auf die Insel - ……….und tatsächlich es ging auf die Insel, und dann auch noch nach London zu Arsenal.

Am Abend glühten die Telefondrähte und am Ende des Abends waren wir sechs Fans die sich schon fest entschlossen hatten den Ärmelkanal zu überqueren.

 

Die Notwendigkeiten, wie Flugtickets (British Airways von Fuhlsbüttel nach Heathrow und retour), eine Nacht in einem mondänen 2 Sterne-Loch am Finsbury Park (eine Station vom Stadion entfernt) und Eintrittskarten für das Spiel, wurden gebucht.

 

Der 21.11.2006 morgens um 7.30 Uhr am Hauptbahnhof, die Kollegen fahren zur Arbeit und ich nehme mein erstes Bier zu mir! Als wir vollzählig sind machen wir uns auf den Weg zum Flughafen, schnell einchecken und ab zum Gate!

Der Imbiss am Gate hatte leider kein kaltes Pils mehr, da bereits einige Flieger gen London abgehoben hatten und sämtliche Vorräte vernichtet worden sind.

So mussten wir uns mit lauwarmen Weizen vergnügen, baaahh!

 

Ankunft in London, erstmal geht es zum Hotel, geschlagene 75 Minuten mit der Underground hat es gedauert und die Ansage an jedem Bahnsteig „Mind the Step between..“ verfolgt uns glaube ich heute noch!

Über die Ausstattung der Zimmer (Breite des Bettes und Anzahl Decken) hüllen wir besser den Mantel des Schweigens, denn so lange wollten wir uns dort eh nicht aufhalten.

 

Jetzt machten wir uns auf in die Stadt, treffen mit den Jungs von den Salzstadtkameraden und vielen anderen HSV-Fans. Nachdem man endlich die entsprechende Kneipe gefunden hatte, wurde erstmal Party gemacht – laute Gesänge der über 200 Fans in der Kneipe hallten nach draußen! Neugierige Blicke der arbeitenden Bevölkerung war uns gewiss!

Die Euphorie und Vorfreude stieg von Sekunde zu Sekunde. Endlich nach einer gefühlten Ewigkeit machte man sich auf den Weg zum „Emirates Stadium“.

Die Underground war proppevoll und man gab sich ohne Angst Diskussionen mit Arsenal-Fans hin. Auf dem Weg von der Station zum Stadion stand überall berittene Polizei.

Vorm Stadion wurde noch eine Kneipe direkt in der Nähe aufgesucht, die in der Mehrheit befindlichen Arsenal-Fans waren grundsätzlich sehr aufgeschlossen und nicht aggressiv.

Danach ging es in den Block, wo schon eine gigantische Stimmung herrschte, der Rest des Stadions war noch fast leer, weil die Engländer immer auf den letzten Drücker ihre Plätze aufsuchen!

Das Spiel war ja bekanntlich eine reine Abwehrschlacht die in der ersten Halbzeit durch einen Sonntagsschuß unserer „23“ gekrönt wurde. Die Stimmung war unglaublich und ich glaube fast jeder HSV-Fan hat nach der ersten Halbzeit eine Stimmbandentzündung „erlitten“, was natürlich nicht dazu führte die Unterstützung während und in der zweiten Halbzeit in gleicher Lautstärke fortzuführen.

 

Provokationen unsererseits, als auch von den „Gunners“ wurden durch die anwesende Polizei immer abrupt und mit Hinweis auf den Ausgang unterbunden – gleiches galt übrigens auch für den Zigarettenkonsum, aber wir waren ja glücklicherweise beim „Bund“.

Letztendlich nahm das Spiel seinen verdienten Verlauf, wir können uns halt noch nicht mit Teams solchen Kalibers auf einer Augenhöhe unterhalten!

 

Apropos Provokationen, die „Gunners“ aus dem Stadion wurden per Handschlag von uns verabschiedet, sportlich, sportlich kann man da nur sagen.

Die Niederlage kam ja nun überhaupt nicht überraschend, ergo konnte man noch vernünftig in London feiern gehen! Nach einem zünftigen Mahl im „Goldenen M“ am Piccadilly sollte noch etwas Party folgen.

Leider ist man nicht so häufig in London, so dass man die Clubs halt antesten musste. Unbedarft wie wir sind haben wir natürlich den erstbesten Laden (auch am Piccadilly) genommen, und landeten in einem Club der nur mit Chinesen gefüllt war! Also reduzierte sich die Anzahl der Fachleute im Bereich Fußball auf uns verbliebenen 3.

Unsere paar Bier und Wodka Red Bull wurde mangels verfügbarer Pound flugs mit der Kreditkarte erledigt! In Soho wurden dann noch ein paar Kneipen aufgetan die bevölkert waren von HSV-Fans ohne Übernachtungsmöglichkeit.

 

Gegen 4 Uhr morgens endete der Abend mit Dosenbier beim Inder oder Pakistani um die Ecke unseres Hotels.

 

Am nächsten Tag war man dann wieder froh gegen 16.30 Uhr Hamburger Boden zu betreten!

 

Was bleibt ist die Erinnerung an eine gigantische Auswärtsfahrt!

 

Christian